

Filastrocca inspired by Flora’s Tod der Mütter
Mother double
Mother bittersweet
Mother caring
Mother scaring
Mother yes and no
Mother but not so
Mother other
Mother bother
Mother up and down
Queen without a crown
Mother smile
Mother scream
Mother right
Mother green
Mother scaring caring
Mother caring scaring
In my dreams
On the ground
Mother dying down
Dying Crying Dying
Shitting kicking lying
Dying all over the place
Mother all over the place
And it is never
The end
Of Mother
Sabrina Brancato
The picture on the cover (see right) is a detail of Flora Veit-Wild’s art piece Mother Africa. This image, I believe, beautifully conveys the proximity and interdependence of the two continents of Europe and Africa. The smaller doll rests on the shoulder of the bigger one, her balance completely depending on the stability of the sustaining body, and yet she looks elsewhere, like a defiant and ungrateful daughter. By reversing the North-South positioning and by restoring Africa’s heterogeneity and richness through the asymmetric and vivid visage of the bigger doll, this image proposes a new cartography which challenges Eurocentric iconographies and provides an unusually truthful representation of the geo-political order. I want to express my gratitude to Flora for allowing me to use this image for my book.
Sabrina Brancato

„Summerwind, Salome und die Dame und Schwarz“ ist die erste Ausstellung der Puppen von Flora Veit-Wild. Vor sechs Jahren begann die Berlinerin, die hauptberuflich afrikanische Literatur an der Humboldt-Universität lehrt, eine sehr eigene Kunstform zu entwickeln. Sie fabriziert Fantasiegestalten, in denen neben Stoff und Garn, Perlen und Pailletten auch Elektroschrott und alle möglichen Trouvaillen verarbeitet sind. In ihnen verbindet sich Magisches mit Alltäglichem, Zartes mit geballter Wut. Während aus einigen ein starker emotionaler Impuls spricht, offenbaren andere die Freude am Spiel mit Stoffen, Farben und vielfältigem Firlefanz. Erinnern die frühen Werke in ihrer archaischen Schlichtheit an die Handpuppen von Paul Klee, zeigen die neueren, in denen ein ausgedienter Lötbrenner zur aggressiv ausgestreckten Pistole wird oder Rippen aus Chinakrachern bestehen, hintergründigen Witz und Ironie. Allen Figuren ist gemeinsam, dass sie wie hingeworfen wirken und trotzdem einen ganz eigenen Ausdruck entwickeln.
Flora Veit-Wild stellt Rilkes ‘Puppen’-Thema völlig neu und verschieden in ihrer gegenwartsbezogenen Ausstellung "Summerwind, Salome und die Dame in Schwarz" vor. Beeinflusst von afrikanischer Kultur, aber auch einfühlsam gestaltet von einer heute lebenden Frau aus dem Westen, dient diese 3-D expressionistische Ausdrucksform als Medium für Mitteilungen von inneren Beobachtungen, von Frustrationen und Träumen, imaginativ erfahren als Farb-, Stoff- und entdeckte Objektbeziehungen: eine taktil feinfühlige, dynamische Kunst.
Jan Kemp, Lyrikerin (aus Neuseeland), Kronberg im Taunus
Das Überraschende und Geheimnisvolle jeder Puppe inspiriert zu Geschichten.
Michael Wäser, Geschäftsführer des Geschichtenladens in der Kollwitzstraße, Berlin